Wichtige Informationen zum Schutz vor dem Corona-Virus

„Ich hätte in der augenblicklichen Situation überhaupt keine Bedenken, eine Badelandschaft aufzusuchen“
Interview mit Deutschlands bekanntestem TV-Arzt Dr. Christoph Specht (PDF)

Liebe Gäste im Erlebnisbad,

wir wollen, dass Sie gesund bleiben und Ihre Freizeit bei uns unbeschwert genießen können.

Deshalb informieren wir Sie gerne darüber, wie Sie sich vor dem Corona-Virus (auch als SARS CoV-19 oder SARS CoV-2 bezeichnet) schützen können. Dieser wird vor allem über die sogenannte „Tröpfcheninfektion“, also zum Beispiel beim Niesen, übertragen.

  • Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg.
  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwenden Sie dieses nur einmal und entsorgen es anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei 60°C gewaschen werden.
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.
  • Regelmäßiges Händewaschen und der Gebrauch eines Hand-Desinfektionsmittels sind ebenfalls geeignete Vorsichtsmaßnahmen.
  • Übrigens gelten die gleichen Empfehlungen des deutschen Bundesgesundheitsamtes auch für den Schutz vor Grippe-Viren

Liebe Gäste in der Sauna,

vielleicht haben Sie sich auch schon die Frage gestellt, ob man angesichts der Meldungen über die Ausbreitung des Corona-Virus (auch als SARS CoV-19 oder SARS CoV-2 bezeichnet) lieber auf einen Saunabesuch verzichten sollte? Bekanntermaßen stärkt ein Saunabad die Abwehrkräfte – aber kann man sich hier auch anstecken?

Der Corona-Virus wird in erster Linie durch die sogenannte „Tröpfcheninfektion“, also zum Beispiel beim Niesen, und durch direkten Hautkontakt übertragen. Daher gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie bei einer Erkältung oder Grippe: Wer Anzeichen einer Grippe, wie Husten, Fieber oder Kratzen im Hals verspürt, sollte auf ein Saunabad verzichten.

Wer keines dieser Anzeichen bei sich feststellt, kann einen Saunabesuch weiterhin genießen. Wir empfehlen Ihnen aber, vorsichtshalber folgende Regeln einzuhalten:

Halten Sie Abstand zu Ihren Sitznachbarn (mindestens eine Saunatuchbreite) und vermeiden Sie direkten Hautkontakt. Ist die Sauna etwa bei einem Aufguss bereits sehr voll, sollten Sie lieber eine andere Kabine aufsuchen.

Auch wenn das Corona-Virus nicht durch Badewasser übertragen werden kann, sollte es aus allgemeinen hygienischen Gründen selbstverständlich sein, dass Sie nach dem Saunabaden gründlich duschen, bevor Sie in ein Becken steigen. Eine gründliche Reinigung in der Dusche vor dem Saunabesuch sollte ebenso selbstverständlich sein wie gründliches Händewaschen nach dem Besuch einer Toilette – beides gilt generell beim Besuch eines öffentlichen Bades oder einer Saunalandschaft.

Genießen Sie Ihre „Auszeit“ bei uns!

Ihr Mariba Team

Virologen geben Entwarnung: keine spezifische Ansteckungsgefahr in öffentlichen Bädern

Chlor und Hitze sind natürliche Feinde von Viren

Die vielen Schlagzeilen rund um das Thema Corona-Virus führt auch zu einer Verunsicherung von Besuchern öffentlicher Bäder und Saunaanlagen. Fachärzte geben nun Entwarnung. Es gibt keine spezifische Infektionsgefahr in Bädern, im Gegenteil: Chlor und Hitze sind natürliche Feinde von Viren. Im Beckenwasser haben diese daher keine Überlebenschance.

Nach einem Bericht der Stuttgarter Zeitung vom 6. März sieht Dr. Katja Rothfuß, Oberärztin und Koordinatorin der Sonderisoliereinheit im Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus in Schwimmbädern „keine Orte erhöhten Infektionsrisikos mit dem Coronavirus“. Durch die Chlorierung des Beckenwassers sterben Viren ab, ergänzt Matthias Trautmann vom Klinikum Stuttgart in dem Bericht. Zudem sei „die Verdünnung von wenigen Viren durch mehr als tausend Liter Schwimmbeckenwasser so hoch, dass eine Ansteckung nicht möglich ist“. Trautmann, der das Institut für Krankenhaushygiene leitet, rät im Gegenteil sogar, aus Gesundheitsgründen weiterhin regelmäßig schwimmen zu gehen. Wichtig sei lediglich, die allgemein gütigen Hygieneregeln (gründlich duschen und nach dem Toilettengang stets die Hände waschen) zu befolgen.

Auch der als „Fernseharzt“ bekannte Mediziner Dr. Christoph Specht, der als spezialisierter Tropen- und Reisemediziner ein Experte für Infektionskrankheiten ist und seit 2005 regelmäßig humanitäre Einsätze bei der Bekämpfung von HIV und Tuberkulose in Afrika leistet, sieht in einem Blog-Beitrag für die Therme Erding klare Worte: „Eine Ansteckung bzw. Übertragung über das Wasser schließe ich komplett aus“.

Das Schwimmbad an sich sei kein spezifischer Ansteckungsort mit einem höheren Risiko, so Dr. Specht: „Anstecken können wir uns überall da, wo viele Menschen zusammenkommen und dichter beieinanderstehen. Dies gilt erst recht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in denen die mögliche Übertragung der Viren bzw. das Infektionsrisiko durch den relativ engen Kontakt zu den Mitmenschen durchaus wahrscheinlicher ist. Im Schwimmbad besteht dahingehend kein spezifisches Infektionsrisiko. Die Fahrt im Bus zum Thermalbad ist mit Sicherheit mit einem höheren Ansteckungsrisiko verbunden, als der Besuch in einem Thermalbad selbst. Insbesondere kommt bei einem Thermalbad noch die Temperatur hinzu. Wir wissen, dass die Coronaviren, wie alle anderen üblichen Erkältungsviren auch, die Kälte lieben und die Wärme nicht gut vertragen.“

Bei Einhalten der allgemein geltenden Hygieneregeln ist daher der Besuch eines Freizeitbades oder einer Therme nach Meinung der Fachärzte mit keinem erhöhten Risiko verbunden; im Gegenteil: Sie empfehlen sogar regelmäßiges Schwimmen und Saunabaden, da dieses sogar die Abwehrkräfte stärkt und Erkältungskrankheiten und anderen Infektionskrankheiten vorbeugen kann.

Nürnberg, den 07. 03. 2020